• Aktuelles

Sollten Sie Nachrichten oder Pressemitteilungen zu einem bestimmten Thema suchen, verwenden Sie bitte auch die Suchfunktion.

Sicherheit im Wettlauf gegen die Zeit

BRK-Bereitschaft Gilching absolviert ADAC-Fahrsicherheitstraining

Kempten/ Gilching. Einem acht Mal höheren Unfallrisiko sind Einsatzkräfte ausgesetzt, wenn sie mit ihren Blaulichtfahrzeugen zum Einsatzort unterwegs sind. Damit die Helfer sicher ankommen, absolvierte die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes Gilching ein Intensivtraining im ADAC-Fahr­si­cherheitszentrum Kempten/ Allgäu. Zwanzig Teilnehmer machten sich fit für den Ernstfall und trainierten Fahrmanöver, die in brenzligen Situationen einen Unfall ver­meiden können. „Ein enormer Si­cherheitsgewinn, der neben fachli­chem Wissen unerlässlicher Bestandteil der Ausbildung von Einsatzkräften sein sollte“, so das Fazit von Bereitschaftsleiter Gerald Hagn.

Jenseits der physikalischen Grenzen

Die richtige Vollbremsung, bei der auch alle vier Räder blockieren, Auswei­chen vor Wasserfontänen, die ein plötzliches Hindernis darstellen, und Sla­lomfahren in einem Pylonenparcours zählten zu den Übungen. Welche Tü­cken un­terschiedliche Fahrbahnzustände haben, wie sie im Winter bei Eis und Schnee vorkommen, lernten die Teilnehmer auf ei­ner nassen Kreiselbahn kennen, auf deren Innenseite die Räder auf einer glatten Gleitfläche und au­ßen auf griffigem Asphalt rollten. Größte Herausforderung für alle aber war die Schleuderplatte: Wenn man über die Hydraulik-Anlage fährt, simuliert die Me­chanik einen plötzlichen Heckausbruch, der das Fahrzeug ins Schlin­gern bringt. Aufgabe war es, durch gefühlvolles Gegenlenken wieder in die gerade Spur zu kommen. „Die Teilnehmer an einem Sicherheitstraining sollen sich an die physikali­schen Grenzen herantasten, darüber hinausgehen und dabei lernen, wo Gefahr droht und wie sie ihr Fahrzeug besser im Griff haben“, fasste Instrukto­rin Martina Kienitz den Lerneffekt aus den Übungen zusam­men. Weiterer Vorteil des Trai­nings im ADAC-Fahrsicherheitszentrum: Wenn es kritisch wurde, gab es im Unterschied zur Wirklichkeit auf der Straße weder feste Hindernisse noch Gegenverkehr – dafür aber jede Menge Auslaufzonen.
 
Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie.

Hilfe bei kleinen und großen Wehwehchen

Gilching zählt zu kinderreichsten Gemeinden Bayerns – BRK-Bereitschaft absolviert Notfalltraining

17. Januar 2009, Gilching. Ein Griff und Timo dreht den Säugling in Bauchlage. Kopfüber liegt der kleine Körper sicher auf seinem linken Unterarm. Die Einsatzmeldung: Das acht Monate alte Kind hat eine Nuss verschluckt und droht zu ersticken. Die Zeit läuft. Timos linke Hand stabilisiert den Kopf des Winzlings. Dann: Eins, zwei, drei, vier, fünf kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter. Blitzschnell dreht Timo den kleinen Patienten und inspiziert den Mundraum. Nichts. Ohne zu zögern wiederholt er das Manöver – diesmal mit Erfolg: Durch die Schläge hat sich der Fremdkörper gelöst. Vorsichtig klemmt er die Nuss zwischen die Enden einer Pinzette und entfernt den Gegenstand aus der Mundhöhle. Timo ist einer der jüngsten Aktiven im Team des Helfer vor Ort Gilching. Zusammen mit den 30 ehrenamtlichen Sanitätern der BRK-Bereitschaft absolvierte er ein spezielles Kindernotfalltraining, bei dem wichtige Ersthelfermaßnahmen bei der Akutversorgung der kleinen Patienten intensiv in der Praxis geübt wurden. Aus gutem Grund: Mit neun Kindergärten, zwei Kindergrippen, einem Schulkindergarten, drei Grundschulen, einer Hauptschule und einem der größten Gymnasien Oberbayerns zählt Gilching zu den kinderreichsten Gemeinden im Freistaat.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.